Spundielenbau in Werkhalle
Die Aufgabe
Bei einem unserer Industriekunden stellte sich die Aufgabe in einer bestehenden Werkhalle eine 4,65m tiefe Maschinengrube als dauerhaftes Bauwerk zu erstellen. Dabei mussten gleichzeitig die dicht neben der Baugrubenwand stehenden schweren Fundamentlasten der bestehenden Halle mit abgefangen werden. Der Sandboden war sehr dicht gelagert und enthielt laut Bodengutachten in ca. 6m Tiefe bereits Grundwasser. Da in Grundwasser bekanntlich Bauwerke unter Auftrieb stehen war die Spundwanddimensionierung bei der Einbindetiefenbemessung schwierig in der Gestaltung. Hier galt es die statisch erforderliche Einbindetiefe mit der baubetrieblich machbaren entsprechend zu optimieren.
Die Lösung
Durch ein ausgeklügeltes statisches System mit Rückverankerung der Spundwand wurde von Krebs Ingenieurbau zusammen mit dem Architekten eine optimale Lösung für den Bauherrn entwickelt.
Die Werkhalle war mit ca.7m Raumhöhe für mäklergeführte Rammgeräte eindeutig zu flach. Hinzu kamen auch die beengten Platzverhältnisse in der Hallenbreite. Wie man auf den Bildern erkennen kann, musste das Rammgerät im engen Bereich der bereits ausgebauten Betonbodenplatte stehen. Durch den nicht möglichen Einsatz eines mäklergefühhrten Rammgerätes war ein besonderes Fingerspitzengefühl erforderlich die Spundbohlen im Schloss lot- und fluchtgerecht im Freireiterverfahren einzubringen. Dabei stellte das sehr flache Hallendach eine besondere Herausforderung dar.
Neben ursprünglich angedachten Injektionsverpressungen oder tangierenden Betonbohrpfahlwänden konnte so zum Schluss mit dem Spundwandkasten eine wesentlich kostengünstigere Lösung erzielt werden. Außerdem wurde mit dieser Lösungsvariante auch erhebliche Bauzeit eingespart.
Als später der Baugrubeninhalt ausgehoben wurde, zeigt sich jedoch bei einer vorläufigen Schürfgrube dass der Grundwasserstand um ca. 45 cm angestiegen war. Das stellte zunächst das gesamte statische System in Frage. Aufgrund der statischen Kompetenz im eigenen Haus der Krebs Ingenierubau GmbH konnte so über Nacht noch nach letzten Reserven im statischen System gesucht werden ohne den fortlaufenden Baubetrieb dabei zu beeinträchtigen.
Bildergalerie Spundwandbau